Großsteingrab 11 im Alt Frerener Forst

Das mächtige Grab zeigt sich auch heute noch als eindruckvolles Zeugnis einer monumentalen Architektur, die vor mehr als 5.000 Jahren ihre Blütezeit erlebte. Schon lange stehen nicht mehr alle Steine an ihrer ursprünglichen Stelle, einige sind ganz verloren. Dennoch ist der Bauplan dieser als ,,emsländische Kammer“ bezeichneten Anlage noch gut zu erkennen. Die ostwest ausgerichtete, leicht ovale kammer von 1,5-2 m Breite ist bei solchen Gräbern sehr lang – in Freren sind es über 20 m. Sie wurde aus 14 Tragsteinen auf den Längsseiten und darüber liegenden Decksteinen gebildet. Über einen kurzen Gang in der Mitte der südlichen Längswand konnte das Grab betreten werden. Nach der Fertigstellung wurden die Gräber mit Erde überhügelt. Um ein Abfließen dieser Erde durch Erosion zu verhindern, befestigte man den Hügelfuß mit einem ovalen Steinkranz.
Coördinaten: 52.5038, 7.5520
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Großsteingrab: 3A Dreihauser Steine

Alle Wand- und Decksteine der hiesigen Anlage sind vor Ort geblıeben, dıe Wandsteine sind zum Teil sogar in entstehungszeitlicher Lage positioniert. Hingegen sind die elf Decksteine im Laufe der letzten Jahrtausende in die Kammer verrutscht. Mit den flachen, rund 1 cm tiefen Einkerbungen zählen die Driehauser Steine zu den so genannten Näpfchen- oder Schälchensteinen, die sich vielerorts in Europa nachweisen lassen. Anders als die Sprenglöcher, die vielen Großsteingräbern im 19. Jahrhundert wurden, haben die Schälchen kultische bedeutung und sind mit ihrer Entstehungszeit in der späteren Jungstein- oder Bronzezeit beinahe so alt wie die
Megalithanlagen selbst.